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Almen und Berge

Impressionen aus den Bergen

Almen, Hütten

Jochbergalmen Bachmannkaser


Jochbergalmen Bachmannkaser

Beschreibung der Hütte

Zuletzt aktualisiert: 24.05.2024, 10:34 Uhr

Kurzbeschreibung:
Jochbergalmen Bachmann-Kaser - warum Plural? Es gibt auf der Jochbergalm nördlich des Rechenbergs in den Chiemgauer Bergen tatsächlich drei unmittelbar benachbarte Einkehrhütten für Wanderer, die alle "Jochbergalm" heißen. Sie unterscheiden sich nur durch einen Kaser-Namen, den aber kaum einer kennt. Kommt jemand vom Wanderparkplatz am Hochgernweg (nahe Unterwössen) hoch oder vom Rechenberg herüber, so stehen drei Almhütten da. Links die erste ist der Auer-Kaser (auch Oberwidholzer-Kaser genannt), rechts die erste ist der Bachmann-Kaser und links die zweite ist der Mesner-Kaser. Alle drei stehen in nur wenigen Metern Entfernung benachbart und alle drei haben zur Einkehr geöffnet. In der folgenden Beschreibung geht es vorranging um den Bachmann-Kaser, wobei immer wieder Informationen einfließen sollen, die für die anderen Hütten ebenso gelten. Der Bachmann-Kaser ist von Anfang Juni bis Ende September mit einem Ruhetag am Montag geöffnet. Die anderen beiden Almen haben eine ähnliche Öffnungssaison, allerdings keinen Ruhetag. Auch in der Verpflegung unterscheiden sich die drei ebenfalls nur wenig: lediglich der Auer-Kaser ist einem "Demeterbetrieb" angeschlossen und führt daher auch solche Produkte. Hinzu kommt, dass er auch Kühe auf der Alm hat, folglich Milch und Käseprodukte direkt anbieten kann, auch zum Mitnehmen. So gesehen, ist die Entscheidung schwierig, in welcher Alm man einkehren möchte. Für die eBiker ist die Sache klar: nachdem der Bachmann-Kaser eine Ladestation hat, werden dort wohl alle hingehen, die Strom für die weitere Fahrt brauchen. Und nachdem man die Räder und besetzte Tische dort sieht, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass man auch als Fußgänger hingeht. Die anderen beiden befinden sich ein wenig außerhalb dieses Blickwinkels. Ansonsten wäre mein Rat: mehrmals vorbeikommen und mit der Einkehr wechseln. Eines ist noch wichtig: man sollte diese Almengruppe nicht mit der "Jocheralm" verwechseln, die am Jochberg über dem Walchensee steht. Im Bild: Bachmann-Kaser, die östlichste der drei Hütten. Er fällt besonders auf und die beiden anderen Hütten sind dann schnell kaum noch beachtet (Stand: Aug 2015)
Gebirge, Berg, Lage, Tal
Die Jochbergalmen befinden sich in den Chiemgauer Alpen, genauer gesagt in der Untergruppe Chiemgauer Berge. Das ist, grob gesagt, der Mittelteil zwischen der Prien und der Weissen Traun. Folgende Wanderkarten führen zu dieser Alm: 1. AV Digital 2016 (USB Edition) 3D; "Chiemgauer Alpen Mitte". 2. Kompass Nr. 10 (1:50000), "Chiemsee, Chiemgauer Alpen". 3. GPS Garmin Oregon 600, TransAlpin V4 Pro, bzw. TOPO Deutschland V7 Pro. Sowohl die AV-Digital-Karte als auch die Kompass-Karte weisen die Jochbergalm als bewirtete Hütte aus. Google MAPS führt sie als Restaurant" aus.; Die genaue Lage der Jochbergalmen ist östlich von Unterwössen, nördlich des Rechenberg-Bergrückens im Übergangssattel zum Hochgern. Der "Jochberg" als solcher ist nicht näher lokalisiert, es gibt nur ein "Jochbergtal", das dort beginnt. Die gesamte Berggruppe liegt östlich des Achentals und damit im Zentrum der Chiemgauer Berge. Es ist ein besonderes Wandergebiet mit einem dichten Netz an Wegen, allerdings häufig mit längeren Strecken. Gute Planung ist deshalb besonders wichtig.
Hüttentyp, Höhe, Öffentl. Zufahrt
Alle drei Hütten sind klassische Einkehralmen (Brotzeitalmen) mit ähnlichen Angeboten und Öffnungszeiten, sie liegen auf 1274 m Höhe, eine öffentliche Zufahrt ist nicht möglich. Adresse: Am Unterwössener Jochberg, 83246 Unterwössen. Koordinaten: N = 47.731267, E = 12.517838; Geographische Daten: N = 47°43'52.6'', E = 12°31'04.2''; UTM-Daten: Z = 33T, E = 313888, N = 5289416; Gauß-Krüger: R-E = 4538950.304, H-N = 5288235.568. Die Zufahrt erfolgt über die Autobahn A-8, Ausfahrt 106 = Bernau. Dann geht es weiter auf der B-305 über Grassau und Marquartstein nach Unterwössen. Kurz nach dem Ortseingang geht es nach links auf die Josef-Aberger-Straße und später auf den Hochgernweg bis zum Wanderparkplatz Nr.1. ab dort verläuft die Strvcke entlang des Kaltenbachs bergauf. Die Almen liegen an einer sehr günstigen Stelle, an der sich fünf Routen treffen: Aufstieg aus Unterwössen durch das Kaltenbachtal, wohl die meist gegangene Route. Außerdem gibt es die Querverbindungen nach Nordwesten zur Agersgschwendalm (Warnung des Senners des Mesner-Kasers: "do tun sogar wir uns schwer, den Weg zu finden"), nach Nordosten zur Grundbachalm und Bischofsfellnalm, nach Osten zur Röthelmoos und nach Südwesten über die Nordflanke des Rechenbergs zur Rechenbergalm. An letzterer Route liegen auch die Aufstiege zum Gipfelfelsen bei der Diensthütte am kleinen Rechenberg, sowie zum "Dampfschiff", einem sehr exponierten Felsen mit Gipfelkreuz etwas westlicher davon.
Parken:
Parken ist auf der Alm kein Thema, denn es gibt keine öffentliche Zufahrt. Für eine Wanderung zur Hütte ist der Parkplatz am Hochgernweg östlich von Unterwössen wohl die beste Möglichkeit für den erforderlichen Anmarsch zu Hütte.
ÖPNV:
Für Personen, die mit dem ÖPNV zur Alm kommen möchten, heißt der nächstgelegene Ausgangspunkt wohl Unterwössen. Beginn ist die Haltestelle am Rathausplatz und führt nach der Überquerung des Wössener Baches nach links auf den Hochgernweg (der kurzzeitig ein Wanderpfad ist) ab dem Wanderparkplatz gilt dann die oben genannt Beschreibung. Alle anderen Routen - etwa aus Osten oder über den Weitsee - sind möglich, aber deutlich länger.
Barrierefreiheit:
Natürlich haben die drei Almen einen Versorgungsweg, auf dem im Prinzip ein Vorankommen mit Rollstühlen und Kinderwägen möglich wäre. Er beginnt auf dem Parkplatz am Hochgernweg und führt ein Stück südlicher als der Wanderpfad nördlich des Rechenbergs auf den Sattel mit den Almen. Insbesondere Biker werden diesen Weg nutzen, um zur Alm zu kommen.
Kontaktdaten, Öffnungszeiten, Gastronomie
(ohne Gewähr; es wird dringend empfohlen, Öffnungszeiten bzw. Bewirtschaftung vor der Wanderung aktuell zu erkunden)
Hüttentelefon: +49 170 480840 (Auer-Kaser), weitere Telefonnummern oder eigene Internetseiten sind nicht bekannt, insbesondere vom Bachmann-Kaser. Das Achtal-Portal informiert zu den Jochbergalmen, speziell über den Auer-Kaser.; Internet:
Der Bachmann-Kaser ist von Anfang Juni bis Ende September geöffnet mit einem Ruhetag am Montag. Das gilt im Prinzip auch für die anderen zwei Hütten, die jedoch keinen Ruhetag haben. Im Verpflegungsangebot stehen vor allem Brotzeiten (Wurst, Käse, Speck in verschiedenen Kombinationen und Zubereitungen), sowie Kaffee und Kuchen. Dazu sind natürlich verschiedenste Getränke von der Milch bis zum Bier und auch ein Schnaps zu haben. Das alles gibt es zu günstigen Preisen. Möglichkeiten zur Übernachtung bestehen nicht. Der Auer-Kaser bietet auf dem Hof im Tal aber Ferienwohnungen an. Der nächste Nachbar, der ebenfalls zur Bewirtung geöffnet hat, ist die Große Rechenbergalm. Sie steht auf der Südseite des Rechenbergs. Nach Norden erstreckt sich das weite Gebiet der Südseite des Hochgerns. Dort finden sich etliche Almen, die zur Einkehr geöffnet haben: Agersgschwendalm, Moar-Alm, Enzianstüberl, Hochgernhaus und - etwas weiter östlich - die Bischofsfellnalm. Allerdings liegt keine auf einer Route, die ohnehin über die Jochbergalmen führen würde. Wenn jemand nicht auf einer der drei Jochbergalmen einkehren möchte - was ich mir nicht vorstellen kann - dann ist unbedingt die Rechenbergalm zu empfehlen.
Gebäude/Umgebung, Almwirtschaftl. Nutzung
Der Bachmann-Kaser ist ein eingeschossiges, gemauertes Gebäude, weiß verputzt und in sehr gutem Zustand (das sind die anderen Hütten auch). Der Eingang befindet sich an der westlichen Giebelseite, nach Osten schließt sich der Stall an den Wohnbereich an. Vor dem Haus sich ein Vouhaagl an, teils begrünt, teils gepflastert und abgetrennt durch einen Stangenzaun. Im Vouhaagl und auch noch an der südlichen Traufseite befinden sich massive Holztische und-bänke für die Besucher. Die drei Hütten liegen etwas oberhalb eines Sattels auf der nach Süden geneigten Fläche. Im Rücken gibt es einen durch Sturm arg ramponierten Hang. Fernsicht hat man von den Amen aus vor allen nach Süden und Südosten in Richtung Rötelmoos und Gurnwand/Hörnlkopf, sowie zu den dahinter liegenden Bergen bis zum Sonntagshorn. Nach Westen geht der Blick zur Hochplatte, zum Friedenrath und zum Staffn. Von etwas weiter südlich am Gegenhang geht der Blick zum Hochgern und zur Haaralmschneid. Ganz besonders ist der Blick zum "Dampfschiff" zu erwähnen, welches man von seiner spitzen Seite mit dem Gipfelkreuz sieht. Für weniger bergkundige Personen ist diese Felsnase ein Wahnsinn, noch dazu begehbar. Die Wirtin der Rechenbergalm schränkt aber ein: "da musst du unbedingt schwindelfrei sein".
AAuf den Almen weidet vor allem Jungvieh, aber auch vier Milchkühe des Auer-Kasers, um stets frische Produkte anbieten zu können. Am Gipfel des Kleinen Rechenbergs habe ich Schafe gesehen, wobei ich allerdings nicht feststellen konnte, zu welcher Alm sie gehören.
Anmerkungen
Die drei Jochberg-Almen heißen: Bachmann-Kaser, Auer-Kaser und Mesner-Kaser. Welche wie heißt, das konnte ich erst nach einigem Recherchieren in Erfahrung bringen. Einheimische zu fragen ist unsicher; man hört dann völlig neue Namen und Geschichten. Zu früheren Zeiten gab es wohl mehr noch Hütten. Eingekehrt bin ich bei meinem ersten Besuch in der am weitesten im Osten liegenden Hütte, der Bachmann-Kaser. Ich hatte dort Personen sitzen sehen und glaubte erst, es wäre die einzig bewirtete Hütte. Erst später erfuhr ich, dass die anderen beiden auch geöffnet gehabt hätten, allerdings zu diesem Zeitpunkt ohne Gäste. Es kommt gelegentlich vor, dass mehrere benachbarte Hütten auf einer Alm geöffnet haben, z.B. Gindelalm, Bründlingalm, Daffnerwaldalm. Dort aber ist dies allgemein bekannt. Bei den Jochbergalmen ist diese Konstellation schon sehr besonders ausgeprägt. Bei anderen Beispielen (Haaralm) gibt es jährlich einen Wechsel derjenigen Hütte, die für die aktuelle Saison die Bewirtung übernimmt. Das ist auf den Jochbergalmen nicht der Fall. Bei sehr starkem Besucherandrang - der aufgrund der günstigen Lage durchaus vorkommen könnte - werden sich die Wanderer aber bestimmt verteilen. Meinem Eindruck nach haben sich die drei Almen auf diese Situation verständigt. Ansonsten kann ich nur empfehlen, mehrmals dort hoch zu wandern und jeweils in einer anderen Hütte einzukehren. Es wird bestimmt nicht langweilig.

Wanderungen zur Hütte

Rechenberg
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