Almen, Hütten
Gindelalm 3


Beschreibung der Hütte
Zuletzt aktualisiert: 12.03.2026, 17:46 Uhr
- Kurzbeschreibung:
- Gindelalm-3 "Sauguad im Oberland". Dieses Prädikat schreibt die Grimm Annelies aus Hausham ihrer Alm zu. Recht hat sie. Ich kann es bestätigen, ich war dort. Egal ob es die Lage und Aussicht oben am Gindelalmschneid, die Stimmung an und in der Hütte oder die Verpflegung ist, alles ist einfach sauguad. Aber wieso die Nummer 3? Drei Hütten stehen oben in unmittelbarer Nähe zueinander und alle drei haben zur Bewirtung ihrer Gäste geöffnet. Es handelt sich einfach um die Hausnummer. Einen kleinen Unterschied gibt es aber doch noch in der Adresse ihrer Homepage. Für die Alm der Annelies schreibt man "Gindlalm", also ohne "e", für die Alm mit der Nummer 2 heißt es "Gindelalm" mit "e". Die Alm Nr. 1 hat keine eigene Adresse (Erstbesuch: Juli 2012. Blick vom Gipfelkreuz des Gindelalmschneids auf die etwas tiefer liegende Almhütte Nr.3).
- Gebirge, Berg, Lage, Tal
- Die Gindelalmen liegen in den Bayerischen Voralpen, grob gesagt am Nordrand der Berge zwischen Tegernsee und Schliersee. Die Aussicht ist deshalb ganz besonders in das Voralpengebiet besonders gut, aber auch in die nach Süden anschließenden Berge.; Es ist müßig, darüber nachzudenken, ob das die Tegernseer Berge oder die Schlierseer Berge sind. Der namensgebende Gindelalmschneid jedenfalls erstreckt sich als der von West nach Ost verlaufende Kamm zwischen Neureuthaus und den Gindelalmen auf einer Strecke von etwa 3,5 km zwischen diesen beiden Seen. Vom Schliersee aus hat man Blickkontakt zu den Gindelalmen. Verwaltungsmäßig zählen sie zu Hausham, bzw. Schliersee.
- Hüttentyp, Höhe, Öffentl. Zufahrt
- Die Gindelalm Nr. 3 ist eine Brotzeitalm mit erweitertem Angebot an Speisen und Getränken., sie liegt auf 1242 m Höhe, Adresse: Gindelalmstraße, D-83734 Hausham. Koordinaten: N = 47.725765, E = 11.802351; Geographische Daten: N = 47°43'32.80'', E = 11°48'08.19''; UTM-Daten: Z = 32T, E = 710135, N = 5289626; Gauß-Krüger: R-E = 4485278.828, H-N = 5287512.852. Eine öffentliche Zufahrt ist nicht möglich. Die Wanderrouten führen aber aus vier Himmelsrichtungen zu den Almen: von Westen über das Neureuth-Haus, von Süden über die Kreuzbergalm, von Osten aus Breitenbach (Schliersee) über den Hennerer und von Norden aus Hausham. Aus Hausham geht auch der Versorgungsweg los, der eine recht probate Biker-Strecke ist. Der kürzeste Weg ist zweifellos der Aufstieg ab dem Hennerer. Ausgangspunkt für die Wanderung : WPP Hennererstraße, 83727 Schliersee. Koordinaten: N = 47.722094, E = 11.830234; Geographische Daten: N = 47°43'19.5'', E = 11°49'48.8''; UTM-Daten: Z = 32T, E = 712246, N = 5289293; Gauß-Krüger: R-E = 4487369.706, H-N = 5287099.731. Der Ausgangspunkt liegt 860 m hoch. Bis zur Alm sind folglich knapp 400 Höhenmeter zu überwinden.
- Parken:
- Das Parken entfällt. Die Alm ist nur auf einem Versorgungsweg zu erreichen, nicht aber auf einer öffentlichen Straße. Für die Anreise mit dem Auto sind die Parkplätze der Touren "Gindelalmschneid" und "Schliesee West" zu nennen (siehe Links).
- ÖPNV:
- Die Regionalbahnen fahren täglich im Stundentakt ohne Umsteigen von München zum Schliersee bzw. Bayrischzell. Natürlich kann man dafür auch den Tegernsee wählen, allerdings dann mit einer großen Strecke für den Aufstieg.
- Barrierefreiheit:
- Sollte jemand mit einem Rollstuhl dennoch auf die Alm kommen, so ist es dort oben kein weiteres Problem mehr, die bewirteten Räume (Terrasse, Gaststube) zu erreichen.
- Kontaktdaten, Öffnungszeiten, Gastronomie
- (ohne Gewähr; es wird dringend empfohlen, Öffnungszeiten bzw. Bewirtschaftung vor der Wanderung aktuell zu erkunden)
- Hüttentelefon: +49 172 800 2984 (Hüttentelefon); eMail: info@gindlalm.de ; Internet: www.gindlalm.de
- Die Hütte ist genau sechs Monate im Jahr, nämlich von Anfang Mai bis Ende Oktober geöffnet. In dieser Zeit gibt es im Prinzip keinen Ruhetag. Sollte das Wetter für eine Öffnung zu schlecht sein, so steht das im Internet. Die tägliche Öffnung wird nicht so eng gesehen; an Sonn und Feiertagen ist aber um 18:00 Uhr Schluss. Dem Wanderer wird eine erweiterte Almverpflegung (Produkte der Alm und anderes) zu günstigen Preisen angeboten. Die Liste der Speisen geht vom obligatorischen Kaiserschmarrn über geräuchertes Wammerl bis zu Kaspressknödel. Ergänzt wird das durch eine Reihe von Suppen und warmen Würstln. An Brotzeiten sind mehrere Arten von belegten Broten zu haben. Selbstverständlich sind auch alle denkbaren Getränke (kalt und warm) verfügbar, ergänzt durch etliche Kuchen zum Kaffee. In den Gaststuben und auf den Terrassen erfolgt die Bedienung durch sehr freundliches Personal. Die Küche und Gastronomie sind auch größeren Besuchermengen gewachsen. Wartezeiten gibt es deshalb auch zu den Stoßzeiten kaum. Übernachtungen auf der Hütte sind nicht möglich.
- Gebäude/Umgebung, Almwirtschaftl. Nutzung
- Schönes Holzgebäude mit Wohnteil und Stall unter einem recht neuen Dach. Nordseitig ist ein gemauerter Anbau (Wirtschaftsteil). Große, ost- und südseitige Terrassen. Die Almhütten liegen auf dem offenen, weitläufigen Sattel zwischen Gindelalmschneid und Auer Berg.
- Die Alm hält nur noch Jungvieh auf ihren Weiden. Trotzdem gibt es auch Milch und Buttermilch aus eigenem Hause (bzw. Stall) direkt zum Verkauf.
- Anmerkungen
- Auf der Gindelalm gibt es drei Einkehrhütten, die verschiedenen Eigentümern gehören und daher völlig getrennt sind. Vergleichbare Fälle gibt es öfter in den Bergen: die Jochbergalmen (3 Stück) an der Südseite des Hochgerns, die Bründlingalmen (3 Stück) an der Ostseite des Hochfelln, Mordaualm (3 Stück) im Berchtesgadener Lattengebirge. Es sind jeweils große Almflächen, auf denen sich mehrere Nutzer angesiedelt haben. Sie unterscheiden sich meist durch einen "Kaser-Namen". Es war in früheren Zeiten nicht ungeschickt, einen Nachbarn in Rufweite zu haben, den man im Bedarfsfall herbeiholen konnte. Besinnt man sich auf die ursprüngliche Absicht der Almen, nämlich einen vorbeikommenden Wanderer aus eigenen Essensvorräten zu versorgen, so wird klar, dass es dafür keine Konkurrenz zwischen den Hütten gab. Das mag heute etwas anders sein. Dennoch ist es erfreulich wenn es noch Beispiele gibt, dass die Almen sich dieses Geschäft gegenseitig gönnen. Und das ist dann ein Grund, zu diesen Almen aufzusteigen, sich dort mit einfachen Speisen verpflegen zu lassen und sich darüber zu freuen. Man sollte allerdings bedenken, dass es keine Hotels sind. Wenn es unbedingt hochwertige Gastronomie sein muss, dann ist die im Tal drunten besser angesiedelt. Die körperliche Fitness kann man sich ersatzweise dann im Studio holen. Ich habe jedenfalls den Eindruck gewonnen, dass die drei Gindelalmen gut miteinander auskommen. Beurteilen kann ich allerdings nur die Alm Nr. 3, denn nur dort bin ich eingekehrt.
Wanderungen zur Hütte