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Mangfalltour



Mangfalltour

Mangfalltour Valley - Winterwanderung in einem wilden und romantischen Abschnitt der bekannten Mangfall durch ein recht enges Tal, man könnte es an manchen Stellen glatt als Schlucht bezeichnen. Schnee gab es Ende Dezember keinen, vorherrschende Farben waren grün und braun. Im Bild: Stromschnelle der Mangfall im Gegenlicht mit leichtem, wassernahem Nebel (Erstwanderung: Dezember 2015, aktualisiert: März 2020)

Abstract
Die Mangfall fließt in Höhe von Valley durch ein recht enges Tal, stellenweise sogar durch eine Schlucht. Folglich plätschert sie mal recht ruhig und zahm dahin, mal zeigt sie sich auch tosend und wild. Das sind natürlich beste Voraussetzungen für eine romantische Wandertour entlang der beiden Flussufer, auch im Winter wenn nicht allzu viel Schnee liegt.
Als Einstiegsort eignet sich Hohendilching sehr gut, um dann nach einem kurzen Abstieg zum Fluss von dort nach Süden zu wandern. Je nach Lust kann man den unmittelbaren Uferbereich auch verlassen, um ein Stück auf den angrenzenden Höhen zu gehen. Die Orientierung wird dann allerdings nicht einfacher.
Allzu weit sollte man sich vom Fluß aber nicht entfernen, denn für eine ordentliche Einkehr ist es nötig, rechtzeitig zurück zur Maxlmühle zu kommen. Nach 14:00 Uhr gibt es dort kein warmes Essen mehr und am Mittwoch und Donnerstag ist ohnehin Ruhetag. Und ein Mittagessen in diesem Gasthof darf man sich nicht entgehen lassen.
Schwierigkeit:22.0leicht (<27.5)
Tracklänge:10,0 kmmittellang (8-15 km)
Wanderzeit:3:30 h*mittellang (3-5 h)
Höhensumme:300 mgering (0-400 m)
 
(*) In der Wanderzeit sind auch kleine Pausen zum Schauen und Fotografieren enthalten. Längere Pausen auf Gipfeln oder in der Hütte sind nicht enthalten.

Markante Punkte Höhe (m) üNN Gehzeit (h:min)* Entfernung (km)
Hohendilching Kirche 633
Brücke Anderlmühle575 0:14
Straße nach Sonderdilching597 0:40
Überquerung Moosbach611 0:16
Waldrand Fentberg639 0:29
Maxlmühle592 0:30
Schlossberg Brücke587 0:43
Hohendilching Kirche 633 0:38

(*) Die Zuordnung von Gehzeit und Wegstrecke erscheint manchmal nicht plausibel. Das liegt zum einen daran, dass man auf guten, ebenen Wegen rascher vorankommt, als auf holprigen Pfaden im Steilgelände und zum anderen daran, dass manchmal kleinere Pausen dabei sind, manchmal nicht.

Gebirge, Lage, Karte
Bayerische Voralpen, eigentlich Voralpengebiet. Das Wandergebiet liegt nahe der Autobahn München-Salzburg nördlich der Ausfahrt Weyarn, östlich von Valley, im Tal der Mangfall. Karte: Kompass Wanderkarte Nr. 181, Rosenheim Bad Aibling, bzw. Garmin Oregon, TOPO Deutschland V7 Pro.
Datum, Begleiter, Wetter
27.12.2015; Die Familien Schweiger und Gruber, insgesamt fünf Personen, machten einen entspannten Winterausflug mit ordentlicher Einkehr. Außer uns machten sich noch andere Wanderer auf, um die günstige Gelegenheit für eine Wanderung in diesem wirklich schönen Abschnitt der Mangfall zu nutzen. Im Gasthaus Maxlmühle wäre es schwer geworden, ohne eine Reservierung einen Platz zu ergattern. An diesem Wintertag herrschte strahlender Sonnenschein zur Wintersonnenwende mit Temperaturen knapp über 0°. Nur in schattigen Waldstücken und auf Brücken lag etwas Reif, kleinere Tümpel und alte Fischweiher hatten eine dünne Eisdecke. Auf der Strecke erforderten einige glatte Stellen besondere Aufmerksamkeit, insbesondere wenn es über Holzbohlen oder über sumpfigen Stellen ging.
Erreichte Gipfel
Diese Tour führt auf keinen Gipfel im engeren Sinn. Sie geht entlang der Mangfall auf beiden Uferseiten dahin und hat etliche kleinere Auf- und Abstiege. Der höchste Punkt lag mit 665 m oberhalb des Waldrandes auf einer Wiese nahe Fentbach.
Alm(en), Hütt(en):
Maxlmühle, Das enge Tal ist überraschend dicht besiedelt. Es gibt in diesem Abschnitt eine ganze Reihe von Anwesen, insbesondere am Westufer der Mangfall, darunter auch einen Reiterhof oder die Kapelle Aumühlehof.
Ausgangspunkt, Koordinaten, Route
Hohendilching Kirche; im Ort Hohendilching kann man an mehreren Stellen einzelne Autos parken. Adresse: Hohendilching Nr. 8, 83626 Valley. Koordinaten: N = 47.909071, E = 11.780821; Geographische Daten: N = 47°54'32.7", E = 11°46'51.0"; UTM-Daten: Z = 32T, E = 707793, N = 5309937; Gauß-Krüger: R-E = 4483721.429, H-N = 5307898.310. Der Ausgangspunkt Hohendilching ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht erreichbar. Ebenso ist diese Wanderstrecke mit Rollstühlen oder Kinderwägen nicht zu bewältigen. Der Skulpturengarten an der Anderlmühle ist jedoch so zu erreichen. Die Maxmühle hat ohnehin eine öffentliche Zufahrt.
Von der Kirche geht es nach Süden ein Stück bergab. Dann zweigt der Weg nach links ab und führt zum Skulpturengarten. Dort überquert man Mangfall und sofort nach rechts auf einen unscheinbaren, ufernahen Pfad ein. Er ist zwar nicht markiert oder ausgewiesen, geht aber dennoch deutlich sichtbar immer mehr oder weniger direkt am Ufer entlang. Dabei weist er leichte Steigungen auf, die manchmal sogar etwas ausgesetzt sein können. Trittsicherheit ist in jedem Falle erforderlich. Nach dem Überqueren der Straße nach Sonderdilching geht es in gleicher Richtung erneut am Ufer des Flusses entlang. Dann führt der Weg über den Moosbach und ein Stück von Fluss weg nach Osten bergauf. Zunächst muss man etwas wild durch den Wald, dann auf einem Forstweg am Bach entlang hinauf auf die Anhöhe. Am Waldrand geht der Weg nach rechts zum keltischen Oppidum. Da wir aber sehr spät in der Zeit waren und unser bestelltes Mittagessen nicht versäumen wollten, kürzten wir mit einem weglosen Gang über ein Wiese ab, gingen ein kurzes Stück auf der Straße und kamen nach erneutem Abkürzer über eine Wiese zurück in den Wald und dann bergab zum Maxlmühle. Ab der Maxmühle führt wiederum ein unscheinbarer Pfad direkt am Fluss entlang, diesmal auf der anderen Seite. Nach einem kurzen Stück entfernt er sich vom Wasser und verläuft durch den Wald. Auf einem Forstweg kommt man zum Ortsteil Schlossberg (an der Brücke) und im Weiteren über den Aumühler Hof und einige Anwesen der Anderlmühle zurück zum Ausgangspunkt an der Kirche.
Anmerkungen:
Wenn schon das Skifahren wegen Schneemangel an Weihnachten nicht möglich ist, dann geht man eben wandern. Und es müssen nicht immer die hohen Berge mit den Almen sein. Im Voralpenland gibt es viele Gelegenheiten für Wanderstrecken entlang von Flüssen oder auf flache Berge, herrliche Einkehrmöglichkeiten in traditionsreiche Wirtshäuser inbegriffen. Die wildromantische Mangfall südlich ihres berühmten Knies eignet sich dafür bestens. Vielen ist die Gegend von der Fahrt auf der Autobahn bekannt: nahe Weyarn überspannt eine hohe Brücke das enge Flusstal. Zur Erinnerung: die Mangfall ist der Abfluss des Tegernsees und nur etwa 60 Kilometer lang. Nach diesem Fluss ist der östliche Teil der Bayerischen Voralpen benannt. In der Mitte der Wasserstrecke gibt es das bekannte "Mangfallknie", die Änderung der Fließrichtung um fast 180 ° von Süd/Nord, ehe sie die Leitzach aufnimmt und dann auf West/Ost dreht und in Rosenheim in den Inn mündet. Es ist eine Tour - von München aus in kurzer Entfernung zu erreichen - auf der nichts fehlt. Neben dem wilden Fluss in seiner romantischen Umgebung, den nicht ganz anspruchslosen Wegen am Ufer, gibt es mit der Maxlmühle auch noch ein urbayerisches Wirtshaus in dem sich die Einkehr lohnt. Mountainbiker sind am Ufer kaum zu sehen, allerdings auch keine Rollstühle und Kinderwägen. Insgesamt ist diese Wanderung mit dem Prädikat "leicht" zu versehen.

Benachbarte Wanderungen

Egglburger See
Egglburger See

Westlich von Ebersberg im Münchener Osten gibt es eine kleine Ortschaft mit Namen Egglburg. Dort liegt in der Moränenlandschaft ein kleiner See gleichen Namens, den man in einer einfachen Wanderung umrunden kann. Mit einer Ausdehnung der Route geht es auch noch zu dem Ebersberger Aussichtturm und in die Stadt selbst. Zwei Wirtshäuser stehen im Weg und schreien nach einer Einkehr.

Mangfallknie
Mangfallknie

Das Mangfallknie ist ein Abschnitt dieses Flusses, der an seiner nördlichsten Lage im Osten Münchens ein recht auffälliges Knie bildet und dort seine Fließrichtung von Nord auf Südost ändert. Eine recht schöne Wanderroute führt zunächst lange am Fluss entlang und kommt dann nach der Überquerung eines Höhenrückens wieder an den Ausgangspunkt zurück. Zwischendurch kommt man an der relativ neu erbauten "Mangfalltal-Alm" vorbei und kann dort natürlich einkehren.

Gotzinger Runde
Gotzinger Runde

Gotzinger Runde - Rundweg im östlichen Teil des Wasserschutzgebietes Taubenberg, das dort bis in das Tal der Mangfall reicht. Vom Fentberg aus ist eine sehr gute Fernsicht in die nahen Alpen möglich. Ein weiterer Höhepunkt ist die Einkehr in die "Gotzinger Trommel", ein Wirtshaus der besonderen Art. In bayerischer Geschichte sollte man schon sicher sein, denn die Gespräche mit dem Wirt werden dieses Thema nicht ausklammern.

Fentberg
Fentberg

Der Fentberg ist der nordöstliche Teil der Taubenberg-Gruppe. Für Wanderungen ist er - neben dem Aufstieg aus dem Mangfalltal - sehr gut ab Mitterdarching zu erreichen. Dort kann man direkt am Bahnhof parken und natürlich auch sehr gut mit der Bahn anreisen. Trotz geringer Höhe lässt der Berg an etlichen Stellen eine sehr gute Fernsicht in die nahe gelegenen Alpen zu.

Taubenberg
Taubenberg

Der Taubenberg ist ein Bergstock südlich von München. Aus diesem Gebiet stammt ein großer Teil des Trinkwassers für die Millionenstadt. Durch die Ausweisung als Schutzgebiet wurde die frühere landwirtschaftliche Nutzung sehr eingeschränkt bzw. große Teile sind aufgeforstet. Dessen ungeachtet ist das Gebiet für leichte Wanderungen bestens geeignet; es gibt viele recht interessante Attraktionspunkte. Der Gasthof Taubenberg ist aber noch da und man kann dort sehr gut einkehren. Übrigens: Osterwarngau ist als Ausgangspunkt dieser Tour mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.

Nüchternbrunn
Nüchternbrunn

Nüchternbrunn - die ehemalige Einsiedelei in dem riesigen Wasserschutzgebiet am Taubenberg. Sie ist der wichtigste Wegpunkt einer Rundwanderung, die auch noch zu dem Gasthof Taubenberg führt, einem der wenigen bewirtschafteten Anwesen, die es dort noch gibt. Wer sich die Mühe macht auch noch auf den Aussichtsturm zu steigen, wird mit einer sehr guten Fernsicht belohnt.

Steinsee-Runde
Steinsee-Runde

Der Inntalgletscher hat die Landschaft südlich von Ebersberg in der letzten Eiszeit geprägt. Dadurch hat sie die leicht wellige Form erhalten. Alles ist etwas klein und niedrig geraten: die Täler, die Berge, die Seen. Gerade das aber macht sie für einfache Wanderungen so reizvoll. Ein Rundweg führt vom Steinsee (Moosach) über den Kitzelsee zum Kastenseeoner See und im Bogen wieder zurück. Es ist auch die Gegend mit den etwas verstreuten, großen und schönen Gasthöfen, an denen die Strecke allerdings nicht direkt vorbeiführt.

Bilder zur Wanderung

Die Mangfall ist in ihrem Mittellauf durch etliche Stromschnellen und Felsstufen gekennzeichnet. Zusammen mit den steilen und teilweise auch flachen Ufern, eingebettet in ursprüngliche Waldzonen, verleiht ihr ein recht wildes, aber auch romantisches Bild.

Entlang der beiden Ufer führt ein Wanderpfad, mal in unmittelbarer Nähe zum Wasser, mal aber auch ein paar Meter entfernt. Er ist gelegentlich steil und sogar etwas ausgesetzt. Man tut gut daran, achtsam zu gehen, insbesondere im Winter, wenn es glatt sein könnte.

Zweimal muss man dabei kleinere Bäche überqueren, ohne Brücke selbstredend. So schön und einfach die Ganzjahrestour auch ist, bei nennenswertem Schnee und Eis ist sie als Wanderung nicht unbedingt zu empfehlen.

Wie es sich für ein naturbelassenes Wald/Flußgebiet gehört, kann man natürlich die Spuren eines Bibers entdecken. Es sind ganz schön große Holzbrocken, die dieses Tier abnagt. Und meistens fällt der Baum in die gewünschte Richtung.

Entlang des Westufers findet man etliche Anwesen und Bauwerke in der Nähe, z.B. die Kirche von Hohendilching am Ausgangspunkt.

Unten im Flusstal steht dann ihre kleine Schwester, die Kapelle am Aumühlehof. Über eine kleine Renovierung an ihrer Nordseite und in der unmittelbaren Umgebung hätte sie bestimmt nichts einzuwenden.

Auch moderne Kunst fehlt nicht in diesem bemerkenswerten Tal: der Skulpturengarten direkt am Fluss bei Hohendilching. Etwa zwanzig Objekte sind in einem kleinen Rundgang zu besichtigen.

Hohendilching. Nicht nur oben - wie der Name es sagt - stehen die Häuser. Man findet sie auch etwas weiter unten am Berghang und im Flusstal.

Neben einigen wilden Passagen weist die Mangfall aber auch ganz ruhige Abschnitte auf. Der Wanderpfad führt direkt am Wasser entlang. Es könnte aber sein, dass ein umgestürzter Baum zu einer kleinen Herausforderung wird.

Fröhlich steht sie da, die kleine Wandergruppe und freut sich über diesen schönen Tag. Es war nicht falsch, die Sonnenbrille mitzubringen. Ob der Grund für die Freude aber auch nur die bevorstehende Einkehr in der Maxmühle war, soll offen bleiben.

 

 

 

 

 

 

[Impressum] [Webmaster], Letzte Änderung am 30.06.2030