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Wanderungen

Mangfallknie



Mangfallknie

Mangfallknie - einfache Wanderung in dem romantischen Flusstal mit vielen Überraschungen. Die Fließrichtung der Mangfall macht dort eine Wendung von Süd/Nord auf Nord/Süd, später auf Ost, ehe sie in Rosenheim in den Inn mündet. Im Bild: Blick von der Brücke nahe Grub auf den dort relativ breiten Wasserlauf des Flusses mit einigen Stromschnellen. Kein Wunder, dass dieser Ort immer wieder ein Motiv in Filmen ist (Erstwanderung: März 2017, ergänzt: März 2020)

Abstract
Die Mangfall ist der Abfluss des Tegernsees und sie mündet nach kurzer Zeit in der Nähe von Rosenheim in den Inn. Trotz der nicht allzu großen Länge ist der Fluss sehr bedeutend. Im Mittelteil seines Laufes durchschneidet er ein recht romantisches Tal, das natürlich gute Gelegenheiten für Wanderungen bietet.
Ausgangspunkt dieser Tour ist Hohendilching nahe Valley. Sie führt dann durch das Tal flussabwärts, über das bekannte "Mangfallknie" und entlang der Bahnlinie nach Osten. Nach einem Abstecher hinauf nach Aschbach geht es wieder zurück, um dann über den Höhenzug nach Kleinhöhenkirchen wieder zurück zur Mangfall resp. Hohendilching zu kommen. Der Abstecher nach Aschbach kann natürlich weggelassen werden. Die Strecke wird dadurch erheblich kürzer.
Mit Einkehrmöglichkeiten ist die Runde nicht allzu gut bestückt, sieht man vom Aschbacher Hof ab. Aber in Kleinhöhenkirchen steht die relativ neu erbaute "Mangfalltal-Alm", die ganz besonders auf die Bedürfnisse der Wanderer ausgerichtet ist. Die Einkehr ist ein Muss.
Schwierigkeit:26.0leicht (<27.5)
Tracklänge:12,0 kmmittellang (8-15 km)
Wanderzeit:3:30 h*mittellang (3-5 h)
Höhensumme:384 mgering (0-400 m)
 
(*) In der Wanderzeit sind auch kleine Pausen zum Schauen und Fotografieren enthalten. Längere Pausen auf Gipfeln oder in der Hütte sind nicht enthalten.

Markante Punkte Höhe (m) üNN Gehzeit (h:min)* Entfernung (km)
Kirche Hohendilching633
Anderlbrücke Mangfall573 0:200,83
Wegedreick Grubmühle585 0:401,99
Brücke Grubmühle565 0:150,81
Bahnübergang Altenburg572 0:352,21
Aschbacher Hof650 0:221,59
Bahnübergang Altenburg572 0:151,21
Mangfalltal-Alm655 0:261,64
Anderlbrücke Mangfall573 0:251,15
Kirche Hohendilching633 0:120,57

(*) Die Zuordnung von Gehzeit und Wegstrecke erscheint manchmal nicht plausibel. Das liegt zum einen daran, dass man auf guten, ebenen Wegen rascher vorankommt, als auf holprigen Pfaden im Steilgelände und zum anderen daran, dass manchmal kleinere Pausen dabei sind, manchmal nicht.

Gebirge, Lage, Karte
Bayerische Voralpen, eigentlich Voralpengebiet. Das Wandergebiet liegt nahe der Autobahn München-Salzburg nördlich der Ausfahrt Weyarn, östlich von Valley, im nördlichen Tal der Mangfall. Karte: Kompass Wanderkarte Nr. 181, Rosenheim Bad Aibling, bzw. Garmin Oregon, TOPO Deutschland V 7 Pro. Es ist der direkte nördliche Anschluss an die Nachbar-Strecke "Mangfalltour".
Datum, Begleiter, Wetter
17.03.2017; Tassilo und ich sind diese Tour zusammen gegangen. Nur wenige andere Wanderer hatten sich außer uns auf den Weg gemacht, obwohl das Wetter dafür eigentlich ideal war. Auch die Mangfalltal-Alm war nur wenig besucht. Es herrschte bestes Wanderwetter mit ungewöhnlich hohen Temperaturen für diese Jahreszeit zwischen 18 und 20 ° C. Das Ende des Hochdruckgebietes kündigte sich ab Mittag mit dichter werdenden Wolken und kräftigen Windböen an; auf den freien Hochflächen pfiff es sogar sehr stürmisch.
Erreichte Gipfel
Auf dieser Wanderrunde wird kein Gipfel erreicht. Der höchste Punkt der Tour liegt mit 655 m an der Wallfahrtskirche in Kleinhöhenkirchen.
Alm(en), Hütt(en):
Aschbacher Hof, Mangfalltal-Alm, Auf der Strecke kommt man an einigen einzelnen Anwesen und an den Ortschaften Aschbach, Altenburg, Niederaltenburg und Kleinhöhenkirchen vorbei bzw. durch.
Ausgangspunkt, Koordinaten, Route
Hohendilching Kirche; im Ort Hohendilching kann man an mehreren Stellen einzelne Autos parken. Adresse: Hohendilching Nr. 8, D-83626 Valley. Koordinaten: N = 47.909071, E = 11.780821; Geographische Daten: N = 47°54'32.7", E = 11°46'51.0"; UTM-Daten: Z = 32T, E = 707793, N = 5309937; Gauß-Krüger: R-E = 4483721.429, H-N = 5307898.310. Der Ausgangspunkt dieser Tour ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht erreichbar. Ebenso ist die Nutzung von Rollstühlen nicht möglich.
Die Wanderstrecke führt von der Kirche in Hohendilching nach Süden, bergab ins Tal der Mangfall. Nach wenigen Metern zweigt man nach links ab und trifft auf den kurzen Rundweg durch den Skulpturengarten. Anschließend überquert man die Anderlbrücke und biegt nach links auf einen Pfad entlang des Flusses ab. Später wird daraus ein Rückeweg durch den Wald. Man kann ihn im Weiteren mehrfach verlassen und auf kaum sichtbare, holprige Pfade ein Stück direkt am Ufer entlang gehen, ehe es wieder auf den Weg zurückgeht. Nach der Strecke durch den Wald führt der Weg vorbei an einem Anwesen und mündet auf die Straße ein, die von Kleinhöhenkirchen zur Grubmühle geht. Am nördlichsten Punkt der Mangfall querquert die "Brücke Grubmühle" den Fluss. Kurz danach biegt ein Waldweg im spitzen Winkel nach rechts ab und führt leicht bergauf. Kurz vor einem weiteren Anwesen trifft der nunmehr kaum begangene Pfad an das Bahngleis, dem man für etwa 1.5 km nach Osten folgt. Anschließend sind wir nach links bergauf gegangen, in Aschbach links durch den Ort und ein kurzes Stück an der Staatsstraße entlang zum Gasthof/Hotel Aschbacher Hof. Der Rückweg beginnt mit der Überquerung der Straße direkt am Gasthof, führt ein Stück entlang eines Weidezaunes zur Kapelle und mündet dann nach einem kurzen Abstieg auf den Hinweg ein. Nach der Überquerung der Bahnlinie geht es weiter bergab ins Tal, über die Brücke, durch den Ort Niederaltenbach hindurch. Nunmehr beginnt erneut ein Aufstieg durch den Wald, der auf die freie Hochfläche von Kleinhöhenkirchen führt. Am westlichen Ortsrand liegt die Mangfalltal-Alm, nahe der Wallfahrtskirche Maria Heimsuchung. Der weitere Wanderweg beginnt mit einer kurzen Umleitung um einen neu erstellten Weidezaun, vorbei an einer weiteren Kapelle zurück in den Wald. Nach einigen etwas steileren Stücken mündet man auf den Hinweg ein. Ab da ist ein nur noch ein kurzes Stück zur Anderlbrücke bzw. bergauf zum Ausgangspunkt. Alternativ kann man den Aufstieg zum Aschbacher Hof weglassen und damit die Strecke um etwa 1.8 km abkürzen. Eine weitere, wesentlich kürzere Alternative wäre der Rückweg ab der Grubmühle auf der Westseite des Flusses.
Anmerkungen:
Viele Überraschungen und drei besondere Höhepunkte prägen diese Rundtour an der Mangfall: Das Flussknie bei Grub bildet mit etlichen kleineren Stromschnellen ein unvergleichliches, romantisches Bild. Zu Zweiten: im Skulpturengarten "Tobel" sind viele wunderschöne Objekte einer internationalen Künstlergruppe in gepflegter Umgebung im Wald aufgestellt und zum Dritten führt die von uns gewählte Wanderroute etwa 1.5 km weit direkt am Bahngleis der "Unglücksbahn" von München nach Rosenheim entlang. Im Grund kommt man zweimal durch das Mangfalltal mit weiteren Aufstiegen nach Aschbach und nach Hohendilching. So erklärt sich die Höhendifferenz von fast 400 Metern. Eine besondere Überraschung war auch die neue Mangfalltal-Alm in Kleinhöhenkirchen, von der wir vorher keine Kenntnis hatten und die wir prompt fast übersehen hätten. Die Strecke kann man nahezu ganzjährig begehen.

Benachbarte Wanderungen

Egglburger See
Egglburger See

Westlich von Ebersberg im Münchener Osten gibt es eine kleine Ortschaft mit Namen Egglburg. Dort liegt in der Moränenlandschaft ein kleiner See gleichen Namens, den man in einer einfachen Wanderung umrunden kann. Mit einer Ausdehnung der Route geht es auch noch zu dem Ebersberger Aussichtturm und in die Stadt selbst. Zwei Wirtshäuser stehen im Weg und schreien nach einer Einkehr.

Mangfalltour
Mangfalltour

Die Mangfall ist der Abfluss des Tegernsees. In ihrem Mittellauf zwischen Weyarn und Valley hat sie sich recht tief ins Gelände eingegraben. Trotzdem gibt es entlang der Ufer recht gute Wandermöglichkeiten. Sofern nicht allzu viel Schnee liegt, eigenen sich die Strecken auch als leichte Winterwanderung und das natürlich im Nahbereich von München. Mit der Maxmühle findet man dort auch noch ein recht gutes Wirtshaus für eine Einkehr, auch wenn es nur ein sonntäglicher Ausflug sein sollte; zum Essen gehen wollte man ohnehin.

Gotzinger Runde
Gotzinger Runde

Gotzinger Runde - Rundweg im östlichen Teil des Wasserschutzgebietes Taubenberg, das dort bis in das Tal der Mangfall reicht. Vom Fentberg aus ist eine sehr gute Fernsicht in die nahen Alpen möglich. Ein weiterer Höhepunkt ist die Einkehr in die "Gotzinger Trommel", ein Wirtshaus der besonderen Art. In bayerischer Geschichte sollte man schon sicher sein, denn die Gespräche mit dem Wirt werden dieses Thema nicht ausklammern.

Nüchternbrunn
Nüchternbrunn

Nüchternbrunn - die ehemalige Einsiedelei in dem riesigen Wasserschutzgebiet am Taubenberg. Sie ist der wichtigste Wegpunkt einer Rundwanderung, die auch noch zu dem Gasthof Taubenberg führt, einem der wenigen bewirtschafteten Anwesen, die es dort noch gibt. Wer sich die Mühe macht auch noch auf den Aussichtsturm zu steigen, wird mit einer sehr guten Fernsicht belohnt.

Fentberg
Fentberg

Der Fentberg ist der nordöstliche Teil der Taubenberg-Gruppe. Für Wanderungen ist er - neben dem Aufstieg aus dem Mangfalltal - sehr gut ab Mitterdarching zu erreichen. Dort kann man direkt am Bahnhof parken und natürlich auch sehr gut mit der Bahn anreisen. Trotz geringer Höhe lässt der Berg an etlichen Stellen eine sehr gute Fernsicht in die nahe gelegenen Alpen zu.

Taubenberg
Taubenberg

Der Taubenberg ist ein Bergstock südlich von München. Aus diesem Gebiet stammt ein großer Teil des Trinkwassers für die Millionenstadt. Durch die Ausweisung als Schutzgebiet wurde die frühere landwirtschaftliche Nutzung sehr eingeschränkt bzw. große Teile sind aufgeforstet. Dessen ungeachtet ist das Gebiet für leichte Wanderungen bestens geeignet; es gibt viele recht interessante Attraktionspunkte. Der Gasthof Taubenberg ist aber noch da und man kann dort sehr gut einkehren. Übrigens: Osterwarngau ist als Ausgangspunkt dieser Tour mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.

Steinsee-Runde
Steinsee-Runde

Der Inntalgletscher hat die Landschaft südlich von Ebersberg in der letzten Eiszeit geprägt. Dadurch hat sie die leicht wellige Form erhalten. Alles ist etwas klein und niedrig geraten: die Täler, die Berge, die Seen. Gerade das aber macht sie für einfache Wanderungen so reizvoll. Ein Rundweg führt vom Steinsee (Moosach) über den Kitzelsee zum Kastenseeoner See und im Bogen wieder zurück. Es ist auch die Gegend mit den etwas verstreuten, großen und schönen Gasthöfen, an denen die Strecke allerdings nicht direkt vorbeiführt.

Bilder zur Wanderung

Das Höhenprofil ist in seiner Skala arg überhöht und zeigt deshalb heftige Zacken. Es beginnt mit dem Abstieg vom Ausgangspunkt und dem fast ebenen Rundgang im Skulpturengarten. Der anschließende Gang am Flussufer entlang führte immer wieder an kurzen Stufen bergauf/bergab dahin. Nach dem längeren Gang entlang der Bahn (es geht tatsächlich leicht bergab) folgt der steile Aufstieg nach Aschbach und wieder zurück zur Mangfall. Nach dem erneuten Aufstieg nach Kleinhöhenkirchen wird der höchste Punkt der Tour erreicht. Abschließend geht es zum dritten Mal über die Mangfall und zurück zur Kirche in Hohendilching. So kamen knapp 400 Höhenmeter auf einer Flachlandwanderung zusammen.

Die Mangfall (der Abfluss des Tegernsees) windet sich in etlichen Kurven nahe ihrem nördlichsten Punkt durch ein enges, romantisches Tal. Die Ufer sind mal etwas steiler, mal etwas flacher.

An mehreren Stellen kann man den Holz-Rückeweg durch den Wald verlassen und auf undeutlichen Pfaden nahe am Ufer entlang gehen. Zwangsläufig führen diese Pfade über einige steile Abschnitte bergauf/bergab.

Falls der Fluss kein allzu hohes Wasser führt, kann man auf Steinen trockenen Fußes direkt zur Flussmitte gehen und so ein besonderes Bild den Daheimgebliebenen posten.

Bemerkenswert ist auch der Verlauf der Wanderstrecke, direkt am Bahngleis entlang. Er beginnt an einem - wohl seit Jahren nicht mehr genutzten - Übergang und führt etwa 1.5 km direkt an den Gleisen entlang bis zu dem Übergang in Höhe Kleinaltenburg. Zwangsläufig erinnert man sich dabei an das schreckliche Unglück, das sich im Frühjahr 2016 kurz hinter Bad Aibling ereignete, als zwei Züge zusammenstießen.

Ansonsten säumen etliche Kirchen und Kapellen den Weg durch altes Kulturland. Sie stehen meist gut sichtbar in der Landschaft, z.B. die sehr gepflegte Kapelle Altenburg, wie alle andern Kapellen auch.

Eine kleinere Kapelle steht westlich von Kleinhöhenkirchen. Das Giebelbild ist etwas verblichen, ansonsten der Zustand aber gut.

Ein besonderer Höhepunkt für Kleinhöhenkirchen ist wohl die alljährliche Wallfahrt zur dortigen barocken Kirche zu Maria Himmelfahrt im August.

Direkt neben der Kirche prägt ein Kriegerdenkmal in Form einer Rundhalle den Ortskern von Kleinhöhenkirchen. Das gut gepflegte Bauwerk ist ein Hinweis darauf, dass man in Kleinhöhenkirchen seine gefallenen Personen nicht vergisst.

Etwa zwei Dutzend Kunstwerke stehen in dem Skulpturengarten an der Brücke bei der Anderlmühle, den der weltweit aktive Steinbildhauer Tobel gestaltet hat, zusammen mit drei weiteren internationalen Künstlern. Was diese Skulptur darstellen soll, braucht man wohl nicht zu erklären. Es lohnt sich wirklich, die profane Wanderung in der Natur zu einem "Kunstbesuch" zu nutzen. Beides harmoniert in diesem Fall sehr gut.

 

 

 

 

 

 

[Impressum] [Webmaster], Letzte Änderung am 30.06.2030