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Faltegartenköpfl



Faltegartenköpfl

Faltegartenköpfl - eine entspannende Wanderung zu dem wenig bekannten Gipfel in den Haiminger Bergen. Er liegt westlich des Pirchkogls, dem nördlichen König der Kühtaier Berge. Wer will, kann die letzten Meter sogar klettern, kann aber auch von Osten her recht gut auf den schmalen, kurzen Gipfelkamm aufsteigen. Im Bild: die weite Hochfläche schließt ein größerer Steinriegel ab, ehe es dahinter dann steil bergab geht. (Erstwanderung: August 2012; aktualisiert: Dezember 2019)

Abstract
Das Faltegartenköpfl ist die westliche Fortsetzung der nördlichen Kühtaier Berge, namentlich des Pirchkogls. Die dortige Hochfläche mit den überwiegenden Pferdeweiden heißt Feldringer Böden, sie ist Teil der Haiminger Berge. Aus dieser Fläche ragt am nördlichen Rand ein kleiner Kamm heraus, eben das Faltegartenköpfl.

Der Aufstieg erfolgt von Westen her über die ganzjährig geöffnete Feldringalm. Es sind einfach zu gehende Wege, an manchen Stellen mit etwas steileren Abkürzungen. Lediglich die letzten Meter geht es dann durch Schrofen. Wer will, kann sogar ein paar Meter klettern, die Kinder wird�s freuen.

Die Fernsicht von diesem Berg aus ist sehr gut, namentlich nach Süden ins Herz der Stubauer Alpen (Acherkogel, Sulzkogel) oder nach Norden in die Mieminger Kette und ins Wettersteingebirge. Lediglich im Osten versperrt der dominierende Pirchkogl jede weitere Sicht. Die Blicke sind durch die sehr großen Starkstromleitungen aus dem Wasserkraftwerk im Kühtai etwas gestört. Aber die müssen schließlich auch irgendwo verlaufen.
Schwierigkeit:28.2mittel (27.5-40)
Tracklänge:12.0 kmmittellang (8-15 km)
Wanderzeit:3:00 h*mittellang (3-5 h)
Höhensumme:512 mmittelgroß (400-800 m)
 
(*) In der Wanderzeit sind auch kleine Pausen zum Schauen und Fotografieren enthalten. Längere Pausen auf Gipfeln oder in der Hütte sind nicht enthalten.

Markante Punkte Höhe (m) ü NN Gehzeit (h:min) *) Entfernung
Parkplatz Sattele Haimingerberg1696
Feldringalm1884 0:46
Gipfel Faltegartenköpfl2188 0:54
Grünwaslkreuz2017 0:30
Feldringalm1884 0:22
Parkplatz Sattele Haimingerberg1696 0:28
Gebirge, Lage, Karte
Stubaier Alpen, Haiminger Berge. Es sind die Feldringer Böden, die westliche Fortsetzung der nördlichen Kühtaier Berge. Kompass-Karte Nr. 035, Imst-Telfs-Kühtai-Mieminger Kette; bzw. GPS Garmin Oregon 600, TransAlpin V4 Pro.
Datum, Begleiter, Wetter
24.08.2012; Alleingang. In dem weitläufigen Wandergebiet westlich des Prichkogels waren immer wieder andere Wanderer anzutreffen. Die meisten hatten sich jedoch aufgemacht, nur die Feldringalm zu besuchen. Manch einer traute dem etwas unsicheren Wetter wohl nicht so recht. Morgens fiel noch etwas Regen, also kein recht guter Tag für eine Wanderung. Später lockerte es auf und blieb im Wesentlichen aber dann doch trocken. Die Begehbarkeit der Pfade war dadurch nicht beeinträchtigt. Rasch durchziehende Wolkenbänke störten beizeiten die freie Sicht. Für einen Tag mitten im Sommer lagen die Temperaturen recht niedrig.
Erreichte Gipfel
Als einzigen Gipfel erreicht man das Faltegartenköpfl mit seinen 2188 m. Angesichts des Ausgangspunktes auf fast 1700 Meter ist das dann aber nicht mehr so imponierend.
Alm(en), Hütt(en):
Feldringalm, Auf dieser Wanderung trifft man auf keine andere Hütte oder sonstiges Bauwerk, sieht man von den gewaltigen Strommasten ab.
Ausgangspunkt, Koordinaten, Route
Parkplatz Sattele, Haimingerberg. Es ist die Passtrasse, die von Ochsengarten (westliche Zufahrt zum Kühtai) kommt und über Haiming ins Inntal weitergeht. An der höchsten Stelle der Straße gibt es etliche Parkmöglichkeiten. Adresse (unpräzise): Sattele, A-6533 Haimingerberg. Koordinaten: N = 47.231380, E = 10.92801; Geographische Daten: N = 47�13�52.9��, E = 10�55�40.8��; UTM-Daten: Z = 32T, E = 645942, N = 5232680; Gauß-Krüger: R-E = 4418928.429, H-N = 5233085.842. Der Startpunkt ist mit ÖPNV nicht zu erreichen, ebenso ist die Strecke mit Rollstühlen nicht zu machen. Die Feldringalm ist mit diesen Fortbewegungsmitteln aber durchaus zu erreichen. Im Winter dient diese Strecke als Rodelbahn.
Vom Parkplatz den Wirtschaftsweg direkt zur Feldringalm (kurz vorher gibt es einen Abkürzungspfad). An der Hütte geradeaus vorbei weiter bergauf. Dort hatte ich mich erst etwas verkaufen. Ich bleib zu weit links und kann dann auf den Bettlersteig, der recht schön zu gehen gewesen wäre. Also musste ich umkehren und mich neu orientieren. Nach kurzer Zeit erreicht man eine freie Fläche, die sog. Feldringer Böden. Jetzt links halten und immer an der Waldgrenze leicht bergauf bis zum Fuß des Faltegartenköpfls. Für den Endanstieg über die Felsbrocken gibt es mehrere markierte Wege. Der leichteste geht von Osten auf den Gipfelgrat, die anderen haben tatsächlich kleine Kletterstellen. Abstieg vom Gipfel und weiter nach Süden. Dann folgt die Kreuzung der Feldringböden, es geht weiter nach Süden bis zum Grünwaslkreuz. Dort geht es an einer Abbiegung nach rechts zurück zur Feldringalm bzw. weiter zum Parkplatz auf dem Aufstiegsweg.
Anmerkungen:
Das Faltegartenköpfl ist ein unscheinbarer und auch leicht zu erreichender Berg. Das bemerkenswerte an dieser Tour ist das ausgedehnte Hochgelände (Feldringer Böden) westlich des Pirchkogles auf 2000 bis 2500 m Höhe. Es sind riesige Weideflächen, vor allem für Pferde, die sich in dieser Höhe sehr wohl fühlen. Grund: es gibt kaum mehr Fliegen und Bremsen. Die Wanderwege sind zwar markiert, aber nicht mehr sehr gut zu sehen. Beim Gang über die Trittpfade der Tiere kann es daher leicht passieren, dass man in eine sumpfige Stelle tritt. Die Sicht nach Westen (bis St. Anton) ist sehr gut, auch nach Norden ins Wettersteingebirge und nach Süden in die Stubaier Berge, namentlich Acherkogel und andere. Lediglich nach Osten ist außer dem nahen Pirchkogel und den anderen Kühtaier Bergen nichts zu sehen. Diese Tour und speziell die Wanderung zur Feldringalm sind sehr leicht und für Kurzausflüge daher bestens geeignet.

Benachbarte Wanderungen

Münsterhöhe
Münsterhöhe

Die Münsterhöhe ist eine unscheinbare Kuppe, am besten erreichbar über das Lüsenstal nach Aufstieg über die Westfalenhütte. Vom Gipfelkreuz aus hat man jedoch beste Fernblicke zu etlichen 3000er Spitzen der Stubaier Alpen. Immerhin ist die Wanderung in einer Tagestour möglich und auch technisch völlig unproblematisch. Man braucht allerdings etwas Kondition.

Besinnungsweg Ötz
Besinnungsweg Ötz

Besinnungsweg Ötz - ein Rundweg in den westlichen Sellrainer Bergen, hoch über Ötz. Der von Schülern aus dem Ort in Form von acht Stationen geplante Weg soll die Wanderer zum Nachdenken auffordern. Er ist stellenweise durchaus anspruchsvoll, verlangt also neben der Besinnung auf sich selbst auch Konzentration auf den gut 7 km langen Weg.

Wetterkreuzkogel
Wetterkreuzkogel

Wetterkreuzkogel - ein wichtiges Zwischenziel auf etlichen anspruchsvollen Wanderrouten im Gebiet zwischen Kühtai und Hochötz. Der Knappenweg und der Th.-Streich-Weg führen über ihn. Mit einem Aufstieg von der Acherkogelbahn können sich aber auch weniger konditionsstarke Personen dorthin aufmachen. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit brauchen aber auch sie.

Mutenkogel
Mutenkogel

Ein unscheinbarer Berg fast ganz oben im Kühtai, mit kurzer Wegstrecke ab St. Sigmund. Damit hört aber der Spaß schon auf. Über 700 Höhenmeter geht es ohne Unterbrechung steil bergauf, verlaufen kann man sich nicht. Der Blick zurück ins Tal wird immer kribbelnder; dafür wird die Aussicht ringsum immer schöner. Am Fuße des Berges liegt die Gleirschalm.

Sonntagsköpfl
Sonntagsköpfl

Sonntagsköpfl und Sunntiger - ein Berg mit seiner Schulter ganz hinten im Griesbachtal, westlich der Axamer Lizum. Wenn man einmal die Kemater Alm erreicht hat, wird es eine mittelschwere Wanderung mit guter Fernsicht. Im Blick liegen immer die vielen Abbrüche der benachbarten Kalkkögele. Sie vermitteln den positiven Eindruck, im Hochgebirge unterwegs zu sein.

Axamer Kögele
Axamer Kögele

Axamer Kögele - den Skifahrern in der Axamer Lizum ist die Bergnase nördlich des Hoadl bzw. Pleisen sicher bekannt, auch wenn nur wenige das dortige Gipfelkreuz besuchen. Auf der Axamer Talabfahrt kommt man daran vorbei. Ob viele Wanderer sich die Mühe machen zum diesem Berg zu gehen, ist zweifelhaft. Lohnen würde es sich der guten Fernsicht wegen aber allemal.

Fotscher Runde
Fotscher Runde

Fotscher Runde - es ist eine technisch einfache, aber nicht ganz kurze Wanderung in dem Fotscher Tal, einem südlichen Seitental des Sellrains. Drei Strecken gibt es für diese Runde: den im Tal verlaufenden Versorgungsweg, den westlich am Berg liegenden "Gottwaldweg" und den östlich liegenden Höhenweg über die Furggesalm. Hinterstes und höchst gelegenes Ziel ist die Potsdamer Hütte mit über 2000 Meter, die nach einem Brand jetzt neu renoviert ist.

Bilder zur Wanderung

Gipfelbereich des Faltegartenköpfls. Er ist breit und ungefährlich und wird damit auch den etwas ängstlicheren Wanderern gerecht, wenn man erst oben ist.

Ostteil des etwas längeren Steinriegels, der sich Faltegartenköpfl nennt. Von dieser Seite ist der Zustieg zum westlich liegenden Gipfelkreuz recht einfach zu erreichen. Es führt ein kleiner Steig um die Felsbrocken herum. Der westliche Aufstieg ist etwas schwieriger.

Im Osten liegt der mächtige Pirchkogel, davor die "Feldringer Böden", ein ausgedehntes Weideland zwischen 2000 und 2500 m Höhe. Der Pflanzenwuchs ist in dieser Höhe allerdings nur mehr gering, wohl aber sehr schmackhaft.

Blick nach Norden über den Inn und Mötz auf das Mieminger Plateau. Im Hintergrund sind die Berge der Mieminger Kette zu sehen, ein Teil des Wettersteingebirges (rechts: Hohe Munde).

Acherkogel, ein 3000er. Man sieht in von hier aus recht gut. Zu erreichen ist er aber am besten aus dem Ötztal. Eine offizielle Route führt nicht auf seinen Gipfel, im Gegensatz zu dem benachbarten Sulzkogel.

Im Nordwesten geht der Blick über das Inntal zur Simmeringalm. Sie ist noch Teil der Mieminger Kette bzw. des Wettersteingebirges, dessen westlichster Punkt der Wannig ist. Im Hintergrund sind bereits die Lechtaler Berge zu sehen. Dazwischen liegt Nassereith mit der Auffahrt zum Fernpass.

Die Feldringalm thront auf einer freien Weidefläche fast ganz oben am Waldrand. Dadurch haben die Besucher – und dass Almpersonal natürlich auch – von der westseitigen Terrasse aus eine hervorragende Fernsicht ins westliche Tirol.

An südlichen Rand der Feldringer Böden steht das "Grünwaslkreuz". Es markiert die Kreuzung der Routen vom der Feldringalm zum Pirchkogel und von Marlstein zum Faltegartenköpfl.

Holzkreuz nahe der Feldringalm. Von hier aus reicht der Blick bei gutem Wetter bis St. Anton.

 

 

 

 

 

 

[Impressum] [Webmaster], Letzte Änderung am 07.08.2020