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Lainlalm


Lainlalm

"Lainlalm", auch Lainlealm genannt - nicht verwechseln mit der "Lainer Alm". Beide sind in der Jachenau zu finden: die Lainlalm nördlich des Ortes an der Südflanke des Benediktenmassivs bzw. der Glaswand, die Lainer Alm südlich von Jachenau am Wilfetsberg. Wunderschön steht erstere am Zusammenfluss von "Großer Laine" und dem "Glasbach". Sie ist die ideale Brotzeitalm für die vielen Wanderer, die den etwas weiter oben liegenden Wasserfall besuchen. Und eine hübsche, junge, freundliche Sennerin hat sie auch noch. Im Bild: Blick von der Wiese aus auf das langgezogene, gemauerte Gebäude mit dem ostseitigen Eingang (Erstbesuch: September 2021)

Wanderrouten
Glasbach Wasserfall
Gebirge, Berg, Lage, Tal
Bayerische Voralpen, Isarwinkel; die Alm liegt nördlich von Jachenau im Tal der "Großen Laine", direkt am Zusammenfluss mit dem Glasbach.
Hüttentyp, Höhe, Öffentl. Zufahrt
Die Lainlalm ist ein klassische Brotzeitalm, sie liegt auf 906 m Höhe, eine öffentliche Zufahrt ist nicht möglich. Adresse (unpräzise): Lainlalm, D-83676 Jachenau. Koordinaten: N = 47.633118, E = 11.437489; Geographische Daten: N = 47°37'59.2'', E = 11°26'15.0''; UTM-Daten: Z = 32T, E = 683106, N = 5278402; Gauß-Krüger: R-E = 4457832.273, H-N = 5277346.420. An Wanderrouten ist die Süd/Nord-Achse zu nennen die in einer westlichen Trasse (Fußweg) bzw. östlichen Trasse (Versorgungsweg) nach oben geht. Auf der Lainlalm zweigt der weitere Anstieg über den Wasserfall und Peter-Alm ab, der letztlich von Westen auf die Benediktenwand führt. Ein Stück südlich der Alm zweigt eine Route nach links ab, die in zwei Varianten durch die Rappinschlucht geht und hinauf führt zur Staffelalm, resp. zum Rabenkopf. Es ist also ein recht dichtes Netz an Wanderrouten nördlich der Lainlalm.
Kontaktdaten, Öffnungszeiten, Gastronomie
(ohne Gewähr; es wird dringend empfohlen, Öffnungszeiten bzw. Bewirtschaftung vor der Wanderung aktuell zu erkunden)
Hüttentelefon: +49 8043 331 (Cölestinhof, zu dem die Alm gehört, die Alm selbst ist nicht telefonisch erreichbar); eMail: coelesinhof-berg@web.de. Über die genannte Internetseite sind aktuelle Informationen verfügbar.; Internet: www.coelestinhof.de
Die Lainlalm hat in der Weidezeit von Mitte Juni bis Mitte Oktober zur Bewirtung von Wanderern geöffnet. Am Dienstag ist Ruhetag. Die tägliche Zeit geht von Mittag bis zum späten Nachmittag. Im Angebot stehen die almüblichen Brotzeiten, also Speck-, Wurst- und Käsebrote. Hinzu kommen etliche selbst gebackene Kuchen. An Getränken bleiben keine Wünsche offen: es gibt u.a. Helles Bier, Weizen, Weizen alkoholfrei, Radler. Außerdem sind viele Frucht- und Mixgetränke (Limos), Wasser usw. zu haben. Natürlich hält die Sennerin stets frischen Kaffee bereit. Übernachtungen sind nicht möglich. Die gibt es auf dem Cölestinhof in Form von Ferienwohnungen.
Gebäude/Umgebung, Almwirtschaftl. Nutzung
Die Alm besteht aus einem massiven Bau, errichtet in dieser Form vor 160 Jahren. Vorgänger sind seit über 500 Jahren bekannt. Das Gebäude steht in Ost/West-Richtung mit dem Eingang über den östlichen Giebel. Er ist mit einem etwas erhöhten Vorbau versehen (drei Treppenstufen führen hinauf). Im Weiteren ist der Hofraum mit einem Stangenzaun abgegrenzt, innerhalb dessen an drei Seiten des Gebäudes Tische und Bänke für die Einkehrer stehen. An der Südseite befindet sich ein neuer Anbau u.a. auch mit einer neuen, sehr sauberen Toilette. Sie ist auch für Nichteinkehrer zu nutzen, allerdings mit der Erwartung einer kleinen Nutzungsgebühr. Die Alm steht auf einer fast ebenen Grasfläche unweit der Versorgungsstraße. Ein paar Meter südlich mündet der Glasbach in die Große Laine. Die umgebende Weidefläche ist nicht allzu groß.
Die Alm hält Jungtiere auf ihrer Fläche. Allerdings ist diese nicht so groß, um sie die ganze Zeit dort weiden zu lassen. Sie kommen deshalb - je nach Graswuchs - zeitweilig auf die weiter oben liegende Walchenalm.
Anmerkungen
Nördlich der Jachenau, zwischen Benediktenwand und Jochberg gibt es vier Brotzeitalmen: Bichler Alm, Staffelalm, Jocheralm und eben die Lainlalm. Ich kenne sie alle vier und weiß, dass sie sehr gut aufgestellt sind. Die Gefahr, dass eine davon in naher Zukunft die Bewirtung einstellen wird, scheint nicht zu bestehen. Basis dafür ist natürlich die Anbindung an einen florierenden Bauernhof. Für Wanderungen in diesem Gebiet ist das sehr erfreulich und ich habe den Eindruck, das wird auch gut genutzt. Dabei ist die Lainlalm diejenige, die aus dem Tal am einfachsten zu erreichen ist. Zu den anderen sind längere Anmärsche nötig. Brotzeitalmen sind nicht zuletzt diejenigen Orte, die den meisten Wanderern im Gedächtnis bleiben und den einen oder anderen veranlassen, wieder zu kommen. Die Lainlalm trägt ihren Teil ganz besonders dazu bei. Die Almen und die Landschaft (und natürlich auch die dort lebenden Menschen) haben es verdient.

 

 

 

 

 

 

[Impressum] [Webmaster], Letzte Änderung am 27.10.2021