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Almen und Berge

Impressionen aus den Bergen

Wanderungen

Hochberg (Edenkoben)



Hochberg (Edenkoben)

Hochberg - mit 635 Metern ein vergleichsweise hoher Berg westlich von Edenkoben. Er kann aus Ost und aus West erreicht werden, bietet sich also auch für Überschreitungen an. Er ist vollständig bewaldet und hat deshalb kaum eine Möglichkeit zur Fernsicht. Ein von Hand errichteter Steinkegel steht am Gipfel ("Steinernes Köppl") und signalisiert, dass man jetzt sein Wanderziel erreicht hat. Auf dieser Wanderung ist der Berg aber nur ein Zwischenziel, denn es geht nach dem Abstieg noch weiter in einer größeren Runde über die Edenkobener Hütte, den Sattel Lolosruhe, den Fronbaum, den Hüttenhohl und Sandwiesenweiher ehe die Runde geschlossen ist. Im Bild: Mangels einer anderen, auffallenden Gipfelmarkierung haben die Menschen irgendwann dort oben einen knapp drei Meter hohen Steinkegel errichtet, natürlich unmittelbar neben dem Grenzstein (Erstwanderung: April 2011; aktualisiert: April 2022)

Abstract
Der Hochberg ist mit seinen 635 Metern der vierthöchste Berg im Pfälzer Wald. Er ist ein Teil des Kalmit-Massivs und steht westlich von Edenkoben. Trotz seiner Höhe und seiner leichten Erreichbarkeit habe ich den Eindruck, dass er ein wenig im Schatten seiner bekannten Nachbarin steht. Hohe Berge sind immer ein lohnendes Wanderziel und finden sich auch deshalb auf meiner Liste weit oben. Zudem ist der Hochberg ein Gipfel, der aus Osten und aus Westen zu erreichen ist, sich folglich recht gut für Überschreitungen, sprich einen Rundweg, anbietet (siehe auch die Wanderung "Werderberg"). Zwei solcher Rundwege mit ihm als Ziel stehen jetzt in meiner "erledigt-Liste".
Trotzdem erschien er mir der Gipfel beim ersten Aufstieg als ausschließliches Ziel zu wenig und ich machte daraus eine Runde, die mich zudem weit nach Westen führte und etliche weitere Anstiege und Bergab-Strecken beinhaltete. So kamen fast 20 km und etwa 560 Höhenmeter zusammen. Das ist nur zu bewältigen, wenn unterwegs Einkehrhütten stehen, in denen man sich verpflegen kann. Mit dem "Haus an den Fichten" und der "Edenkobener Hütte" finden sich zwei namhafte, typische Pfälzer Häuser am Weg, in denen ich natürlich Rast machte - und nicht nur ich alleine.
Schwierigkeit:39.9mittel (27.5-40)
Tracklänge:19,60 kmlang (>15 km)
Wanderzeit:4:30 h*mittellang (3-5 h)
Höhensumme:565 mmittelgroß (400-800 m)
 
(*) In der Wanderzeit sind auch kleine Pausen zum Schauen und Fotografieren enthalten. Längere Pausen auf Gipfeln oder in der Hütte sind nicht enthalten.

Markante Punkte Höhe (m) üNN Gehzeit (h:min)* Entfernung (km)
PP Wetzbrunnen oben376
Haus an den Fichten409 0:100,82
Hesselbachhütte476 0:100,58
Kehre Ostspitze546 0:252,10
Gipfel Hochberg635 0:151,10
Hesselbachhütte476 0:353,20
Spitzkehre West461 0:100,70
Hüttenbrunnen368 0:251,50
Sattel Lolosruhe570 0:302,40
Anhöhe Platte598 0:080,60
Fronbaum Schutzhütte585 0:120,50
Suppenschüssel582 0:201,30
Nordspitze Totenkopf491 0:201,40
Kreuzung Hüttenhohl474 0:050,30
Sandwiesenweiher393 0:301,90
Haus an den Fichten409 0:050,40
PP Wetzbrunnen oben376 0:100,80

(*) Die Zuordnung von Gehzeit und Wegstrecke erscheint manchmal nicht plausibel. Das liegt zum einen daran, dass man auf guten, ebenen Wegen rascher vorankommt, als auf holprigen Pfaden im Steilgelände und zum anderen daran, dass manchmal kleinere Pausen dabei sind, manchmal nicht.

Gebirge, Lage, Karte
Naturpark Pfälzer Wald, Oberhaardt. Das Wandergebiet liegt südlich des Totenkopftals, westlich von Edenkoben. Karten: Topografische Karte Naturpark Pfälzer Wald, Blatt 6, bzw. Topografische Karte des Landesvermessungsamtes Rheinland-Pfalz (1:25000) "Neustadt a.d.Weinstr. Maikammer Edenkoben Landau i.d.Pfalz", bzw. GPS Garmin Oregon 600, TOPO Deutschland V7 Pro.
Datum, Begleiter, Wetter
17.04.2011; Diese Wanderung ging ich alleine. Angesichts der beginnenden Osterferien in der Pfalz waren außer mir noch zahlreiche andere Wanderer unterwegs. Die meisten tummelten sich natürlich an den Hütten. Auf den Strecken selbst war ich immer wieder lange alleine. Jemand nach dem Weg zu fragen, war deshalb schwierig, aber gottlob auch nicht nötig. Petrus hatte einen richtig sonnigen Tag mit einigen Quellwolken ausgepackt. Die Temperatur entwickelte sich angenehm warm. Das liebt man als Wanderer. Dass die Möglichkeit für weite Fernsicht auf dieser Tour nicht sehr üppig ist, das muss man in Kauf nehmen. Dadurch war auch die Gelegenheit für schöne Fotos recht eingeschränkt.
Erreichte Gipfel
Der höchste Punkt der Wanderung ist der 635 Meter hohe Hochberg, der bereits am Anfang durch den Westaufstieg ab der Wegspinne bei der Hesselbachhütte erreicht wird. Er zählt zum Kalmitmassiv (die Kalmit steht nördlich davon) und ist der vierthöchste Berg des Pfälzer Waldes. Aber auch die Schutzhütte Fronbaum im zweiten Teil der Wanderung ist mit knapp 600 Metern recht hoch.
Alm(en), Hütt(en):
Haus an den Fichten, Hüttenbrunnen, Die wesentlichsten anderen Gebäude auf der Strecke waren zwei Schutzhütten: noch vor dem Anstieg steht auf 485 Metern an einer Wegspinne die Hesselbachhütte , auch als St. Martiner Schutzhütte bekannt. Im zweiten Teil der Strecke kommt man der Schutzhütte Fronbaum auf 590 Metern Höhe vorbei. Die in Karten ausgewiesene "verfallene römische Wachstube" am Hüttenhohl entdeckte ich leider nicht.
Ausgangspunkt, Koordinaten, Route
Parkplatz Wetzbrunnen, links an der L 514 westlich von St. Martin, oberer Teil; Adresse (unpräzise): Wolsel, Sankt Martin; weiter bis zum oberen Parkplatz. Koordinaten: N = 49.305876, E = 8.068961; Geographische Daten: N = 49°18'21.2'', E = 8°04'08.3''; UTM-Daten: Z = 32U, E = 432319, N = 5461876; Gauß-Krüger: R-E = 3432369.076, H-N = 5463622.835. Der Ausgangspunkt für diese Tour ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar; etwas weiter unten befindet sich eine Haltestelle für den Bus. Die Strecke kann weitgehend mit Kinderwägen und Rollstühlen befahren werden. Lediglich zum Gipfel des Hochbergs wird das etwas schwierig werden.
Die gesamte Strecke ist mit Farbtafeln und lokalen Routen-Nummern recht gut markiert. Es geht weitgehend auf der "blau-weißen" Markierung dahin. Lediglich an der Suppenschüssel wechseln wir auf den schwarzen Punkt. Der Rückweg zum Sandwiesenweiher hat dann keine Markierung mehr. Wichtig ist nur, sich durch größere Forststraßen nicht vom richtigen Weg ablenken zu lassen. Vom Parkplatz aus geht es erst einmal in westlicher Richtung leicht bergan. Am "Haus an den Fichten" gehen wir vorbei, am Rückweg ist die Einkehr dann fest vorgesehen. Der Weg führt uns durch den Wald hinauf zu einer Wegspinne mit der "Hesselbachhütte", auch St. Martiner Schutzhütte genannt. Nach links um die Hütte herum gehen wir zunächst auf der Forststraße, später auf dem Pfad mit der Markierung "14" in einigen Kurven auf den Gipfel des Hochbergs. Nachdem wir wieder zurück an der Schutzhütte sind, orientieren wir uns nach Südwesten und verlassen recht schnell die Forststraße im spitzen Winkel nach links auf einen Pfad. Weiter geht es bergab zur Edenkobener Hütte, das letzte Stück wieder auf einer Forststraße. Nach einer ordentlichen Brotzeit kommt der Aufstieg auf dem mit einem roten Kreuz markierten Pfad entlang der Straße zum Sattel Lolosruhe. Weiter führt unser Weg nach Nordosten über St. Martiner Fronbaum und Suppenschüssel zur Kreuzung Hüttenhohl. Parallel zur L 514 nach Süden steigen wir zum Sandwiesenweiher und zur Hütte "Haus an den Fichten" zur lang ersehnten Einkehr ab. Der weitere Weg zurück zum Parkplatz ist nur noch Formsache.
Anmerkungen:
Die Kombination des Aufstiegs zum Hochberg mit dem Gang über den westlich davon sich erstreckenden Höhenzug mit Schafkopf und Rotensohlberg (an denen aber der Weg nicht direkt über den Gipfel führt), ist eine nicht kurze Tour von fast 20 Kilometern. Es ist jedoch nicht zwingend, sie in dieser Form unbedingt zu gehen. Nachdem an vielen Stellen dieser Runde Parkplätze sind, kann man sie in mehrere Teilstrecken aufteilen. Aufgefallen ist mir an diesem Beispiel ganz besonders der Charakter der Wanderrouten im Pfälzer Wald. Sie sind üblicherweise mit Farben (z.B. blau/weiß) markiert; in der Topografischen Karte sind sie mit einer kräftigen roten Linie eingezeichnet. Daneben gibt es noch Pfade, die mit Nummern gekennzeichnet sind, in der Karte mit gestrichelter Linie markiert. Im Gelände trifft man häufig noch die Forststraßen ohne Bezeichnung, die oft parallel zu einem markierten Pfad verlaufen. Es heißt also aufpassen: die leicht erkennbare "breite" Forststraße ist nicht immer die zu wählende Route. Sie kann gelegentlich auch irgendwo enden oder in eine völlig andere Richtung führen. Am besten sucht man sich an Kreuzungspunkten auf der Infotafel die Farbe oder Nummer für den nächsten Teilabschnitt und folgt dann konsequent dieser Kennzeichnung. Wer Wert darauf legt, auf einem Gipfel zu stehen, muss die farbig markierten Routen meist verlassen und sich an die nummerierten Pfade halten. Durch die vielen Straßen sind die Strecken sehr oft von mehreren Ausgangspunkten aus zu erreichen. Damit ist es möglich, neue Touren festzulegen, die man als Rundweg gehen kann.

Benachbarte Wanderungen

Werderberg (Friedensdenkmal)
Werderberg (Friedensdenkmal)

Werderberg - damit ist eher das bekannte Friedensdenkmal oberhalb Edenkoben gemeint, denn ein Berg. Der Weg dorthin beginnt am Wetzstein im Totenkopftal und führt an etlichen Naturdenkmälern vorbei. Einkehren kann man direkt in der Gaststätte am Denkmal oder an der etwas nördlicher liegenden Kropsburg. Dann aber wird es ernst, es folgt der Aufstieg über den recht steilen Kreuzweg zum Hochberg. Weiter geht es dann bergab nach Westen über die St. Martins-Hütte zu dem "Haus an den Fichten". Zum Ausgangspunkt ist es von dort nicht mehr weit.

Kalmit
Kalmit

Kalmit - mit 673 Metern der höchste Berg und damit der Stolz der Vorderpfalz, sollte bei allen Wanderfreuden ganz oben auf der Liste stehen. Er bietet leichte Aufstiegsrouten und hat trotzdem einiges zu bieten. Allem voran ist die Fernsicht in die Rheinebene mit den vielen Rebanlagen und den dazwischen verstreuten Orten zu nennen. Und das sind ja wohl wesentliche Teile des dortigen Wanderparadieses. Außerdem steht mit dem Kalmithaus eine PWV-Hütte dort oben, die für Speis und Trank in Form von Pfälzer Spezialitäten sorgt, allerdings nicht immer geöffnet ist.

Taubenkopf
Taubenkopf

Taubenkopf - der fast unbekannte Berg ist eher der Bauer zwischen den beiden Herrschern Kalmit und Hohe Loog. Kaum ein Wegweiser führt zu ihm hinauf. Dorthin kommt man nicht per Zufall, man muss diesen Kopf gezielt ansteuern. Die beiden Nachbarn meidet man tunlichst und über zwei kleinere Täler (Alstertal am Aufstieg und Klausental am Abstieg) sucht man sich seinen Weg. Einkehren kann man im Schützenhaus Alsterweiler, in der bekannten Klausentalhütte - oder mit einem kurzen Abstecher - im Zeter Berghaus.

Hohe Loog
Hohe Loog

Die Hohe Loog - sie zählt mit der Kalmit und dem Weinbiet zu den "großen Dreien" zwischen Neustadt und Edenkoben. Es ist aber ein etwas anderer Berg. Kein ausgeprägter Gipfel, sondern eher ein sanfter Rücken ziert ihn. Eine Einkehrhütte hat er aber sehr wohl und die ist auch immer gut besucht. Zu erreichen ist er mit einem Aufstieg ab dem Klausental über das Hambacher Schloss oder eher als Querverbindung ab den Parkplätzen Hüttenhohl (Totenkopfstraße L 515) und Hahnenschritt (L 514).

Steigerkopf
Steigerkopf

Der Steigerkopf, auch "Stänzel" genannt, ist der Gedenkberg für preußische Soldaten schlechthin. Reste alter Wehranlagen, ein Heldendenkmal und der Aussichtsturm zeugen von seiner kriegerischen Vergangenheit. 1794 haben dort französische Truppen entscheidend gesiegt. Seine Gipfelkuppe ist natürlich ein recht beliebtes Wanderziel, zumal mit dem NFH Steigerkopf, der Hüttenbrunnen-Hütte und dem Forsthaus Heldenstein drei Einkehrmöglichkeiten nicht weit entfernt liegen.

Kesselberg
Kesselberg

Der Kesselberg ist der zweithöchste Berg des Pfälzer Waldes. Aber er steht nicht in der ersten Reihe, sondern ist deutlich zurückgesetzt. Sein besonderes Kennzeichen ist ein sehr langer Gipfelkamm, über den ein streckenweise recht unscheinbarer Pfad führt. Viele finden den Weg zu diesem Berg nur schwer. Dazu gehört ein recht steiler Aufstieg an der Westseite ab dem Forsthaus Heldenstein und ein ähnlicher Abstieg im Osten zur Nellohütte resp. Amicitiahütte. Für eine Einkehr in Heldenstein ist es noch zu früh, auf die beiden anderen Hütten darf man sich berechtigterweise zum Abschluss der Runde schon freuen.

Blättersberg
Blättersberg

Der Blättersberg ist ein Berg in der ersten Reihe der Pfälzer Berge, westlich vom Edenkoben. Sein Gipfel ist eine recht unscheinbar Kuppe und leicht zu übersehen. Weitaus wichtiger ist aber der Ludwigsturm, den man besteigen kann. Mit Ausgangspunkt in der Buschmühle lässt sich über diesen Berg eine recht schöne Rundwanderung gestalten. Besonders spannend ist dabei der Rückweg über die Rietburg mit der dortigen Höhengaststätte und die Rietaniahütte.

Bilder zur Wanderung

Das Höhenprofil zeigt ganz klar die beiden Teile dieser Runde. Zum einen ist der Aufstieg zum Hochberg und der Rückweg mit dem weiteren Abstieg zum Hüttenbrunnen. Dem folgt der Aufstieg zur Lolosruhe mit den Gang über den Bergrücken. Zum Abschluss folgt der Abstieg entlang der Totenkopfstraße, vorbei am Sandwiesenweiher, nicht vorbei am Haus an den Fichten.

St. Martiner Schutzhütte (Hesselbachhütte). Sie steht an einer Wegespinne, an der wir uns erst einmal orientieren. Wir wollen ja zum Gipfel des Hochbergs, also nach links auf der Forststraße weiter. Andere Personen zweifeln noch.

Im zweiten Teil des Aufstiegs zum Hochberg verlassen wir die Forststraße und gehen auf einem Pfad. Zum Gehen ist er recht gut, für Kinderwägen aber nicht so prickelnd.

Jagdkanzel an einer Forststraße am Aufstieg zum Hochberg. Zur Kontrolle des Wildbestandes gehört auch das Jagen der Tiere. Ob in dieser Kanzel die Jäger da nur das Wild im Blick haben? Bestimmt haben sie auch Zielwasser dabei!

Zur Edenkobener Hütte (Hüttenbrunnen) kommen wir von oben auf dqas Gebäude zu. Dort ist der wesentliche Teil der Hütte mit dem riesigen Biergarten, Kinderspielplätzen u.ä. an der Straßenseite gibt es nur einige Parkplätze.

"Bergpass" Lolosruhe. Wer den Weg kreuzen will, sollte unbedingt auf den Verkehr achten. Vor allem die Motorradfahrer benutzen die Straße als Rennstrecke und sie tauchen schneller auf, als man springen kann.

Der Sattel "Lolosruhe" ist aber auch ein Ausgangspunkt für Wanderungen, wie etliche geparkte Autos belegen. Eine recht gute Infotafel weist uns den Weg, wo es überall hingeht. Eine wichtige Strecke geht nach der Überquerung der Straße hinüber zum Schänzelturm.

Auf halber Strecke nach Norden kommen wir an der Schutzhütte "Fronbaum" vorbei. Sie steht an einer Wegkreuzung und hat sogar eine Rettungsadresse. Das gemauerte Gebäude bietet wirklich Schutz wenn er gebraucht wird.

Malerischer Sandwiesenweiher in der Nähe des Ausgangspunktes. Ein Rundweg um diesen See ist zu einem Erlebnispfad über Wald und Natur ausgebaut ("Barfußweg"). An der Nordseite steht eine bewirtschaftete Grillhütte. Klar, erholen macht hungrig und durstig.

 

 

 

 

 

 

[Impressum] [Webmaster], Letzte Änderung am 30.06.2030