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Wanderungen

Hornisgrinde



Hornisgrinde

Hornisgrinde - der Berg, auf dem ein anderer Wind weht

Schwierigkeit:27.2leicht (<27.5)
Tracklänge:11.7 kmmittellang (8-15 km)
Wanderzeit:3:35 h*mittellang (3-5 h)
Höhensumme:419 mmittelgroß (400-800 m)
 
(*) In der Wanderzeit sind auch kleine Pausen zum Schauen und Fotografieren enthalten. Längere Pausen auf Gipfeln oder in der Hütte sind nicht enthalten.

Markante Punkte Höhe (m) ü NN Gehzeit (h:min) *) Entfernung
Parkplatz Unterstmatt 928
Ochsenstall1036 0:30
Wetterstation Hornisgrinde1132 0:20
Bismarckturm1160 0:10
Dreifürstenstein1135 0:15
Mummelsee1030 0:45
Hornisgrindeturm1168 0:40
Ochsenstall1036 0:30
Parkplatz Unterstmatt928 0:25
Gebirge, Lage, Karte
Schwarzwald, Nordschwarzwald. Karte: WK Schwarzwaldverein, Hornisgrinde
Datum, Begleiter, Wetter
31.08.2011; Alleingang; am Aufstieg vom Ochsenstall wenige Wanderer; vom Mummelsee kamen aber sehr viele. Schönes Sommerwetter, Temperaturen nicht sehr hoch; Fernsicht schlecht.
Erreichte Gipfel
Hornisgrinde (1163 m)
Alm(en), Hütt(en):
Ochsenstall, Zur grossen Tanne,
Ausgangspunkt, Koordinaten, Route
Parkplatz Unterstmatt (an der Schwarzwaldhochstrasse B500); Navi-Adresse: Unterstmatt 1, Bühl-Unterstmatt.
Vom Parkplatz aus gibt es zwei Möglichkeiten zum Ochsenstall zu kommen: am Lifthäuschen rechts vorbei den Fahrweg, der zunächst noch asphaltiert, aber nach kurzer Zeit eine Schotterstrasse ist (bin ich gegangen), oder: direkt am Lifthäuschen links vorbei in den Wald (nicht auf der Strasse gehen). Dieser Pfad führt als der "Westweg" ebenfalls direkt zum Ochsenstall. Dort auf dem Westweg bleiben, er geht an der Hütte rechts vorbei zum westlichen Teil des Hornisgrinderückens, zur Wetterstation. Dann auf dem Pfad nach Süden, vorbei am Funkturm, zum Bismarckturm. Etwas links halten, über den hölzernen Moorpfad zum Dreifürstenfelsen. Abstieg zunächst Richtung Seibelseckle, später nach rechts abzweigen zum Mummelsee. Mummelsee an der Südseite umgehen, dann auf der betonierten Strasse bergauf zum Hornisgrindeturm. Von dort weiter zum Bismarckturm und anschließend Rückweg zum Ochsenstall. Weiterer Rückweg über den "Westweg" durch den Wald zum Parkplatz.
Anmerkungen:
Die Hornisgrinde ist der höchste Berg des Nordschwarzwaldes. Da der Gipfelbereich zudem eine sehr ausgedehnte, fast ebene Fläche ist, muss es nicht wundern, wenn sie für alle möglichen Zwecke genutzt ist. Neben zwei Funkeinrichtungen - darunter dem 206 m hohen SWR-Turm - gibt es auch eine Wetterstation und drei Windkrafträder. Als touristische Attraktionen sind der Bismarckturm, der Dreifürstenfelsen und natürlich der Hornisgrindeturm zu nennen. Der Dreifürstenfelsen ist eine etwa 20 m2 große Felsplatte, auf der 1722 das "Dreiländereck" Markgrafschaft Baden, Herzogtum Württemberg und Fürstbistum Straßburg festgelegt wurde. Der Hornisgrindeturm ist ein vor etwa 100 Jahren vom Schwarzwaldverein erbauter Aussichtsturm, der aber mit dem 1. Weltkrieg in militärische Nutzung kam. Diese endete erst vor wenigen Jahren, als das französische Militär die Einrichtung aufgab. Seither ist der Turm den Wanderern wieder zugänglich (Gebühr: 1 �) mit bester Sicht - so es denn das Wetter zulässt. Für die ganz besonders durstigen Personen gibt es dort auch mancherlei Getränke zu kaufen. Allerdings ist nicht immer geöffnet. Relativ neu sind drei Windkrafträder im nördlichen Teil der Kuppe. Sie zählen aber mit einer Nabenhöhe von nur 26 m und Leistungen zwischen 110 und 132 kW zu den kleinen Anlagen. Im Vergleich zu dem 206 m hohen Sendeturm des SWR stehen sie sogar etwas schüchtern in der Gegend. Windkrafträder sind - wie bekannt - auf Bergkuppen sehr umstritten, weil sie nach Ansicht der Gegner das Landschaftsbild und sonstiges beeinträchtigen. Für diese drei "kleinen Rädchen" kann man das angesichts der anderen Einrichtungen auf dem Berg beim besten Willen nicht sagen. Von besonderer Bedeutung ist die Kuppe auch, weil sie eine ausgeprägte, klassische Hochmoorfläche ist. An mehreren Stellen informieren Bodenprofile und Hinweistafeln auf Flora und Fauna eines solchen Moores, sowie dessen Entstehung und Entwicklung. Ja - und dann ist da noch der Mummelsee, wer kennt ihn nicht. Er ist die touristische Attraktion schlechthin in diesem Abschnitt des Schwarzwaldes und somit entsprechend frequentiert. Wenn man aber den Trubel an der Straßenseite mal ausblendet und eine Fahrt mit einem kleinen Boot macht, so ist das schon eine sehr schöne Sache, an die man sich gerne erinnert.

Bilder zur Wanderung

Der Mummelsee liegt direkt an der Schwarzwaldhochstraße. Auf seiner Südseite herrscht natürlich ein großer Trubel. Abseits davon präsentiert er sich auf der Nord- und Ostseite aber sehr malerisch mit der Hormisgrinde im Hintergrund.

Hornisgrindeturm. Er kann bestiegen werden und bietet dann beste Aussicht in alle Himmelsrichtungen, sofern das Wetter mitmacht.

Dreifürstenstein. Dort haben drei Länder ihre Grenzen auf einem großen Stein markiert.

Schwarzwald und Wintersport, das darf nicht fehlen. Auf dem Seibelseckle lernten unsere Kinder das Skifahren; Betrieb ist dort heute noch wie vor 30 Jahren.

Skihang "Großes Mur" am Nordhang der Hornisgrinde. Hang und Liftanlage sind dem Augenschein nach wohl schon etliche Jahre nicht mehr genutzt worden.

Ein großer Teil der Kuppe des Berges besteht aus Hochmoor. Entstehung und Bedeutung sind auf Hinweistafeln sehr gut dargestellt.

 

 

 

 

 

 

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